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Britische Studie: Ticket-Schwarzmarkt lässt Fans, Künstler und Veranstalter bluten

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Die britische FainFair Alliance, die im Juli 2006 gegründet wurde, um den geschäftlichen Betrieb von Ticketschwarzhandel zu bekämpfen, hat in den vergangenen Monaten in einer Studie Zahlen zum Bewusstsein und den Vorstellungen der Konsumenten hinsichtlich des Secondary Ticket Markets erhoben.
Viele der Befragten sind sich der Problematik der überteuerten Preise bei Ticket Resellern wie Viagogo und StubHub durchaus bewusst. Auf die Frage, ob der Handel mit Secondhand-Ticket für die Musikfans zur Sorge wird, antworteten 74 Prozent mit Ja. Lediglich sieben Prozent sahen das konträr. Anders als in Österreich wurden der Secondary Ticket Market und seine Auswüchse in Großbritannien in den vergangenen Jahren medial zu einem großen Thema.
Insgesamt über 80 Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, dass die vier großen britischen Secondhand-Ticket-Services Viagogo, StubHub, GetMeIn und Seatwave ihre Kunden abzocken. Kundenvertrauen sieht wohl anders aus.
Ebenfalls mehr als 80 Prozent würden sich daher mehr Transparenz wünschen, etwa in der Form, dass man die Identität des Verkäufers kennt. Bei Plattformen wie ticketswap und tickething ist dies bereits heute Standard, die Benutzer müssen sich über ihr facebook-Konto anmelden.

Konzerttickets auf dem Online-Schwarzmarkt | Jäger & Sammler

Tickets für große Konzerte sind oft schnell ausverkauft, tauchen dann aber auf verschiedenen Online-Plattformen zu Wucherpreisen wieder auf. Warum? Weil professionelle Tickethändler die Tickets gezielt zu begehrten Konzerten auf und in großen Mengen im Vorverkauf aufkaufen und sie zu Wucherpreisen anbieten. Manchmal sind die Tickets sogar gar nicht echt.

Nicht nur der Fan zahlt drauf

Der Handel mit Secondhand-Tickets ist ein Thema, das nicht nur den einzelnen Musikkonsumenten betrifft, sondern eine ganze Branche in Mitleidenschaft zieht – Künstler und Plattenfirmen sind genauso betroffen wie Veranstalter und Konzerthallen-Betreiber. Fast 70 Prozent der Konsumenten geben an, aufgrund der Mehrkosten, die für sie durch überteuerte Secondhand-Tickets anfallen, insgesamt weniger Konzerte zu besuchen. Ähnliche viele der Befragten geben an, aus demselben Grund weniger Merchandising-Artikel zu kaufen. Immer noch mehr als die Hälfte schraubt den Konsum von Essen und Getränken bei den Konzerten runter und immerhin 47 Prozent sparen wegen der teuren Secondhand-Tickets bei Käufen der Musik auf CD, als Download oder Stream.
Generell sind die Musikkonsumenten für die Möglichkeit, gekaufte Tickets weiterverkaufen zu können, jedoch geben 58 Prozent an, dass dies nur zum selben Preis passieren sollte, zu dem das jeweilige Ticket vom Erstkäufer erstanden wurde.

In den zurückliegenden Jahren haben sich viele Überlegungen aufgetan, um dem wuchernden Ticket-Schwarzmarkt Einhalt zu gebieten.
Mehrheitlich ablehnend gegenüberstehen die Befragten einem dynamischen Preissystem, wie es etwa bei Flugtickets üblich ist, nur etwa 40 Prozent halten ein derartiges Modell für eine gute Idee.
Größerer Beliebtheit würden sich autorisierte Resell-Services, die Limitierung der pro Person kaufbaren Tickets, personalisierte Tickets oder etwa Voranmeldungen zum Vorverkauf erfreuen.
Für die repräsentative Studie wurden im Juni 2017 1158 Briten zwischen 16 und 65 Jahren entsprechend der demografischen Verteilung des Landes laut dem „UK census 2011“ befragt.

Ein fairer Weg

Zusammenfassend könnte man sagen, der Ticketmarkt hat sich immer weiter von den Bedürfnissen und Vorstellungen der Konsumenten entfernt. Während die Preise aufgrund von Massenkäufen durch gewerbliche Ticket-Reseller stetig wahnwitzigere Dimensionen annehmen, rückt das Wesentliche, die Musik, für viele gezwungenermaßen in den Hintergrund.
Mit einer Umfrage versucht die Secondhand-Ticketplattform tickething derzeit, einen fairen und zielführenden Weg für Verkäufer, Käufer und Vermittler von Tickets und natürlich auch die beteiligten Musiker zu erarbeiten. Hier geht es zur tickething-Umfrage.

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